ist es her seit dem letzten Lebenszeichen von hier. Grund genug mal über die Spanne “6 Tage” nachzudenken. Die schnöden Pragmatiker, wie ich zum Beispiel, sehen in 6 Tagen ganz einfach ein Spanne von 6 x 1 Tag. Praktisch eine Woche oder 0,02% der durchschnittlichen Lebenserwartung eines mitteleuropäischen Mannes. Mensch, alles kein Beinbruch. Was sind schon 6 Tage?
Aber mit so einer Spanne lässt sich noch eine Menge mehr anfangen. Man könnte sich 6x betrinken, 6x kleine Figuren in den Schnee pinkeln, 18x Sex haben, sich 6x mal verlieben, 6x Weckerklingeln ignorieren, 152x den Nachbarskindern die Klauenseuche an den Hals wünschen, 6 x Schnee schaufeln, 12x Eis kratzen, 1x bei Mutti anrufen, 6x Mutti’s Anruf ignorieren, 1x Kontostand kontrollieren (ohje ohje) und 1x bescheuerte Lebenszeichen verfassen.
In einem Blog sind 6 Tage (danke Moritz) natürlich ein kleine Ewigkeit. In Kleinbloggersdorf sind 6 Tage nicht als 6x 24h Stunden zu sehen, sondern als gefühlte Potenz dieses Zeitraumes. Ein nicht täglich geführtes Blog ist uninteressant, denn schon am dritten Tag des ergebnislosen Besuches drängt sich der Verdacht eines short death auf. Wenn nix passiert gibt es auch keinen Grund es am vierten Tag nochmal zu probieren. Das Dorf beherbergt doch Unmengen an Bloggern die mehrmals täglich updaten, manche so gar im Stundentakt. Massive Impact. Das sind oft auch gleichzeitig Stars und Sternchen. Schreib viel, oft und regelmässig und du wirst gelesen werden. An dieser einfachen Rechnung hat sich bis jetzt nichts grundlegendes geändert. Aber auch wenn man nicht sein Blog beackert hat man genug zu tun:
In 6 Tagen verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich: 0,23 kg Fisch, trinkt 1,97 Liter Bier und benötigt 1 Schmerztablette, führt 24 Tassen Kaffee zu sich, produziert 149kg Co², fährt dann 180 km mit dem Auto um Beispielsweise 3 mal Sex zu haben und dabei 600 Kilokalorien zu verbrauchen nachdem er 1,06 h im Stau gestanden hat, 31,23 Liter Mineralöl verbraucht und sich vorher mit 3,61 Eiern gestärkt hat. Er ißt danach 0,5 kg Tiefkühlkost und benötigt mindestens 0,06 m Zahnseide im Anschluß. Verzehrt dann dummerweise wieder 0,52 kg Süßwaren und trinkt 1,8 liter Mineralwasser weil er Durst hat. 3744 Liter Sauerstoff braucht er um 6,6% eines Tropenbaumes zu vernichten und sich 0,19 kg neue Kleidung anzuschaffen. Wacht 168 Mal in der Nacht auf ohne das er davon weiß und schwitzt dabei 7 Liter, womöglich Angstschweiß. Und übrigens Angstschweiß ist das deutsche Wort mit den meisten Konsonanten in Folge. Den bekomme ich auch wenn ich höre das 70.000 Australier, laut Volkszählung und Frage nach ihrer Religion, Jedi-Ritter sein wollen und man sich in Uruguay nur duellieren darf wenn man registrierter Blutspender ist. Zum Schluss noch ein bisschen Schmuddelcontent: Bachforellen können den Orgasmus vortäuschen und die meisten Giraffen sind bisexuell. Wer jetzt denkt ich schlage lieber mit dem Kopf gegen die Wand, nur zu, das verbraucht immerhin 150 Kalorien pro Stunde.
Man sieht ich hatte genug zu tun die letzten Tage.